Morgensteifigkeit -

Informationen und Tipps zur Abhilfe und Vorsorge

Allgemeine Informationen

Morgensteifigkeit und Schmerzen sind die Hauptsymptome der Arthrose. Dabei entstehen Schmerzen erst, wenn die nervenreiche Gelenkinnenhaut entzündet ist. Der Knorpelabrieb per se verursacht keine Schmerzen, da im Knorpelgewebe keine schmerzübertragenden Nervenfasern vorhanden sind. Neben der mechanischen Schädigung durch abgeriebene Knorpel- und Knochenpartikel – ähnlich wie „Sand im Getriebe“- werden die Gewebe zusätzlich biochemisch zerstört. Aus den geschädigten Geweben werden Enzyme und Kalziumkristalle freigesetzt, die das Kollagenfasergerüst nach und nach auflösen. Die hierdurch gereizte Gelenkinnenhaut reagiert mit Schwellung und vermehrter Synoviaproduktion, ein Gelenkerguss entsteht. Im Zuge der Abwehreaktion auf die beschriebenen Vorgänge verändert sich die Gelenkflüssigkeit und enthält zunehmend Entzündungszellen. In dieser Phase werden auch Botenstoffen (Prostaglandine) freigesetzt, die für die Ausbreitung der Schmerzreaktion verantwortlich sind und zugleich das Entzündungsgeschehen (Schmerz, Schwellung, Erwärmung) in Gang halten.

Arthrose bedingte Gelenkbeschwerden sind nicht nur eine Frage der Jahre. So leiden bereits 20- bis 40-jährige an Schmerzen in den Gelenken. Bei älteren Menschen ist die Arthrose sogar die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt.

Die Arthrose tritt am häufigsten im Kniegelenk (62%) auf, gefolgt von Hüft- und Schultergelenk – aber auch andere Gelenke wie Zehen-, Finger-, Ellenbogengelenk können betroffen sein.

Ttäglich leiden in Deutschland über 5 Mio. Menschen an arthrosebedingten Schmerzen, insgesamt haben 20 Mio. zeitweise Beschwerden. Pro Jahr werden über 150.000 künstliche Hüftgelenke und ca. 60.000 Kniegelenke implantiert. Hinter diesen nüchternen Zahlen verbirgt sich jedoch eine ganz erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Denn Elastizität und schmerzfreie Beweglichkeit der Gelenke sind Voraussetzung für Aktivität im Alltag, im Berufsleben und in der Freizeit.

Viele Betroffene leiden mehr als nötig. Und ohne adäquate Behandlung sind viele Patienten weitgehend auf fremde Hilfe angewiesen. Das Krankheitsbild Arthose ist zwar ursächlich nicht heilbar, aber es gibt zahlreiche Therapien, d.h. knorpelschützende und -unterstützenden Maßnahmen, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.